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Großbrand Jakob-Oswald-Str. in Ursensollen

In den frühen Morgenstunden des 5. März wurden Bürger der Ortschaft Ursensollen durch lautes Krachen und Knacken unsanft aus dem Schlaf gerissen. Auch Thorsten Michel, 1. Kommandant der FF Ursensollen, wurde durch das für diese Zeit ungewöhnliche Geräusch geweckt. Ein Blick aus dem Fenster lies die schlimmste Befürchtung wahr werden.
 
Über dem Gewerbegebiet Ost (angebaut an die Ortschaft Ursensollen) war enormer Feuerschein und Funkenflug zu sehen. Noch während Michel versuchte den Notruf bei der FEZ Amberg abzusetzen ertönte um 05:25 Uhr bereits der Piepser und die örtliche Feuerschutzsirene heulte auf. Die Alarmdurchsage „Großbrand in Ursensollen Jakob-Oswald.Straße“ gab Gewissheit, „Großalarm“ für die Feuerwehren! Da zeitgleich mehrere Notrufe bei Polizei und Feuerwehr mit dem Hinweis auf einen Großbrand eingingen, wurde vom Disponenten sofort Alarmstufe 3 Großbrand / Gebäudebrand alarmiert.

Gemäß diesem Stichwort wurden folgende Wehren gerufen: Ursensollen, Hohenkemnath, Hausen, Kastl, Amberg mit Löschzug Land, UGÖEL Lkr. AS sowie KBR, KBI und 3 KBM. Um 05:31 Uhr trafen Zeitgleich die FF Ursensollen und Kreisbrandmeister Alexander Graf an der Einsatzstelle ein. Folgende Lage wurde vorgefunden: Die Werkstatt und Produktionshalle (ca. 30m mal 60m) der Zimmerei stand bereits im Vollbrand. Schnell war klar das die Halle nicht mehr zu retten war. Das Hauptaugenmerk der Löschmannschaften lag nun auf dem halten der Nachbar- betriebe. Die Gefahr bestand in erster Linie das sich das Feuer durch die enorme Hitzeentwicklung und Funkenflug auf angrenzende Gebäude ausbreitet. Besonders gefährdet dabei war ein in östlicher Richtung nur ca. 10m entfernter Metallverarbeitender Betrieb mit Sauerstoff und Gastanks, auch galt es in westlicher Richtung die etwa 30m entfernte Schreinerei zu schützen. Durch Kommandant Michel und KBM Graf wurde zunächst die Löschwasserversorgung sichergestellt und eine Einsatzleitung aufgebaut. Das Löschwasser wurde zunächst aus dem öffentlichen Leitungsnetz entnommen. 

Die Einsatzstelle wurde in zwei Einsatzabschnitte unterteilt.

Abschnitt 1 Nord (Jakob Oswald - Strasse) und Abschnitt 2 Süd ( Kreisstraße AS). Die Einsatzleitung übernahm 1. Kommandant Thorsten Michel. In Abschnitt 1 Nord befinden sich die Wehren Ursensollen LF 16 mit Auftrag: Brandbekämpfung Halle von Nord und Widerstandslinie Richtung Ost, Ursensollen StLF 10/6 mit Auftrag: Widerstandslinie Richtung West Schreinerei, FF Hohenkemnath LF 8/6 und MZF mit Auftrag: Widerstandslinie Richtung Ost und Kontrolle innerhalb angrenzender Gebäude wegen bereits geplatzter Scheiben.

FF Hausen und FF Kastl mit Auftrag: Aufbau einer Löschwasserversorgung über B-Leitung vom Regenauffangbecken (Löschteich 75m³) in der Parallelstraße zur Einsatzstelle. Abschnitt 1 Nord wurde durch KBM Alexander Graf geführt. In Abschnitt 2 Süd befindet sich der Überlandlöschzug der FF Amberg mit KdoW, MTW, TLF 16/25, LF 16/12, HLF 20, DLK 18 und AB – Tank mit dem Auftrag: Brandbekämpfung Halle von Nord und Widerstandslinie Richtung Ost sowie Widerstandslinie Richtung West Schreinerei. Abschnitt 2 Süd wurde durch BM Dietmar Michel geführt.  

Um 05:45 Uhr wurde durch die FF Ursensollen folgende Lagemeldung an den Einsatzleiter gegeben: „…mehrere C-, B- und Schaumrohre sowie Wenderohr der Drehleiter sowie Wasserwerfer LF 16 unter schwerem Atemschutz im Einsatz“

Um 05:45 Uhr trafen auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Landkreises sowie Kreisbrandrat Fredi Weiß und die Kreisbrandmeister Hubert Haller und Peter Meßmann an der Einsatzstelle ein. Während KBR Weiß mit Kdt. Michel die Einsatzleitung organisierte, unterstützten die KBM Hubert Haller und Peter Meßmann die UGÖEL . Der Einsatzleitwagen ELW 2 der UGÖEL wurde dazu an der Grundschule Ursensollen platziert und dort die Einsatzleitung aufgebaut. An gleicher Stelle richtete das BRK mit 5 RTW und 17 Kräften unter Leitung von Dieter Honig ihren Abrufplatz ein.

Bei einer ersten Lagebesprechung der Einsatzleitung um 06:35 Uhr wurde die neue Lage erörtert. Die Gefahr durch das Übergreifen auf benachbarte Gebäude sei durch massiven Wasser und Schaumeinsatz weitestgehenst gebannt. Glutnester und bereits glimmende bzw. brennende Stellen in den Nachbargebäuden seien gelöscht, es wird jedoch mit WBK weiter kontrolliert. Da es beim Löschwasser durch die stetige Abnahme zu Druckschwankungen kommt lies KBR Fredi Weiß durch die FEZ Amberg Tanklöschfahrzeuge nachalarmieren die einen Pendelverkehr vom Hochbehälter Hohenkemnath (dieser hängt nicht am HB Ursensollen) einrichten sollen und die Löschwasserversorgung weiter sichern. Die darauf durch die FEZ Amberg alarmierten TLF aus Hohenburg, Kümmersbruck und Rosenberg wurden in Abschnitt 2 Süd eingegliedert und das TLF 16/25 der FF Amberg in den Abschnitt 1 Nord gewechselt. Bedingt durch den zahlreichen Einsatz von Atemschutzgeräten wurde auch der Abroller Atemschutz der FF Amberg mit an die Einsatzstelle gerufen. Ein weiterer Einsatzabschnitt „Atemschutz“ wurde eingerichtet und von Fach - KBM „Atemschutz“ Rudolf Kummert geführt

Die gesamten Löscharbeiten verlangen den Wehrmännern das Äußerste ab. Die Hitze und die nun folgende Einsturzgefahr der in Metallbauweise errichteten Halle erschweren die Arbeit. Um 06:45 Uhr trifft auch Bürgermeister Franz Mädler an der Brandstelle ein und verschaffte sich ein Bild der Lage. Auf Veranlassung des Bürgermeisters wird in der Grundschule eine Versorgungsstelle eingerichtet in der sich die die Wehrmänner mit Kaffee und Wurstsemmeln stärken und aufwärmen können. Ein plötzlich einsetzender Schneesturm tut sein Übriges die Löschmannschaften zu entkräften.

Im stetigem Wechsel bekämpfen die Feuerwehrmänner und Frauen nun die immer wieder auf fachenden Flammen. Erst um 12:10 Uhr kann der Funkspruch „Feuer unter Kontrolle“ an die FEZ Amberg gegeben werden. In Folge werden erste Kräfte abgezogen. Während sich die TLF aus Hohenburg, Kümmersbruck und Rosenberg bereits gegen 09:30 Uhr auf Rückfahrt begaben, rückten nun die Wehren Hausen und Kastl sowie die FF Amberg (bis auf DLK 18 und AB-AS ) von der Einsatzstelle ab. Auch das BRK zog seine Kräfte bis auf einen RTW ab.

Die weiteren Nachlöscharbeiten zogen sich für die Feuerwehren Ursensollen und Hohenkemnath sowie der Drehleiter und dem AB - „Atemschutz“ bis in den späten Nachmittag hin

Um 17:18 Uhr rückte die FF Hohenkemnath sowie die restlichen Fahrzeuge der FF Amberg ebenfalls von der Einsatzstelle ab. Das vorläufige „Feuer aus“ konnte gegen 18:00 Uhr gefunkt werden. Die Ortsfeuerwehr Ursensollen blieb bis 21:30 Uhr zur Brandwache vor Ort. Um Kräfte zu sammeln begaben die Wehrmänner sich nach Hause. 1 B-Leitung vom Überflurhydrant, 1 Dreiverteiler und 3 C- Rohre blieben zum schnellen eingreifen an der Brandstelle. Im Verlauf der Nacht und den beiden folgenden Tagen wurde die FF Ursensollen 5-mal zu Nachlöscharbeiten und zur Kontrolle von Glutnestern mit der WBK gerufen.

Die Polizei übernahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen bezüglich der Brandursache. Die niedergebrannten Überreste durften daher nicht auseinander gerissen werden, was die Löscharbeiten erschwerte. Leider kann bis dato eine vorsätzliche Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.

EINGESETZTE KRÄFTE:

FF Ursensollen: LF 16 / StLF 10/6 38 Aktive
FF Hohenkemnath: LF 8/6 / MZF 23 Aktive
FF Hausen: TSF 6 Aktive
FF Kastl: LF 10/6 / MZF 10 Aktive
FF Amberg: KdoW / LF 16/12 / HLF 20 / TLF 16/25 / DLK 18 / AB- Tank / AB- AS / MTF / V- LKW 30 Aktive
FF Hohenburg : TLF 16/25 / MZF 10 Aktive
FF Kümmersbruck: TLF 16/25 6 Aktive
FF Rosenberg: TLF 20/40 SL / MZF 6 Aktive
BRK: 5 RTW / ELW 17 Kräfte
Polizei, Gemeindebauhof, Wasserversorgung
KBR / 4 KBM

Insgesamt kommen 16 C-Rohre, 3 B-Rohre, 2 S-Schaumrohre, 1 Wasserwerfer B- mit Schaumaufsatz, 1 Wenderohr auf DLK, ca. 710 m³ Löschwasser, ca. 80 l Schaummittel, sowie 34 Atemschutzgeräte zum Einsatz  

Fazit: Nach über 20 Jahren wohl das größte Feuer in der Ortschaft Ursensollen. Ein Schock für die gesamte Bevölkerung und eine Tragödie für den Besitzer und seine Mitarbeiter. Der geschätzte Schaden rund 1 Million €. Durch gute Ortskenntnisse, gute Zusammenarbeit und ganzjährige gemeinsame Ausbildung der örtlichen Feuerwehren konnte das Übergreifen auf Nachbargebäude und somit die Ausbreitung erfolgreich verhindert werden. Die Investitionen der letzten Jahre in Gerätschaften und Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren durch die Gemeinde hat sich zum wiederholten male bewährt und bezahlt gemacht. Das frühe Errichten einer funktionierenden Einsatzleitung durch Führungsdienstgrade der FF Ursensollen und das bilden von Abschnitten verschaffte einen Überblick und ein gezieltes, organisiertes Vorgehen. Das bei dem Einsatz der eingesetzten Löschmannschaften nicht einmal ein Leichtverletzter zu beklagen war ist sicher ein Dankesgebet wert.
 
(Bericht: KBM Alexander Graf)
 
   
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